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Marek Slipek

Inhalt

 Korrekturzeichen
 Rauhsatz
 Semesteraufgabe
 Terminplan
 Gruppen

DTP2 ::: Desktop Publishing Grundlagen

Wer Botschaften vermitteln möchte, stellt die Lesbarkeit seiner Texte sicher. Lesbarkeit und Leserlichkeit sind klassische Tugenden traditioneller Typografen: Der Inhalt – gleich welcher Art – soll von den Lesern entziffert werden. Regeln der Typografie sollen das Entziffern sicherstellen. Das Regelwerk existiert losgelöst vom Inhalt. In dieser Gleichung fragt niemand, welcher Inhalt eigentlich vermittelt werden soll.

Kommunikationsdesign ist jedoch nicht mit Typografie gleichzusetzen. Kommunikationsdesign ist vor allem Kommunikationswissenschaft, die Fragen stellt. Was ist die Botschaft ? Welche formalen Mittel werden zur Vermittlung dieser Botschaft verwendet ? Wie wirkt das auf den Betrachter ? Solange die verwendeten formalen Mittel zur Botschaft passen, ist alles erlaubt – selbst der Regelbruch.

Die Designgeschichte und Typografiegeschichte ist voller Dogmatiker und Rebellen. Regeln werden aufgestellt, um Ordnung im Chaos zu schaffen. Und Regeln werden gebrochen, um Gewohntes in Frage zu stellen und dabei möglicherweise Neues zu entdecken. Regeln existieren nicht zum Selbstzweck - ganz im Gegenteil: sie dürfen, sollen und können hinterfragt werden.

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Korrekturzeichen

Drei formale Gruppen der Korrekturzeichen

Korrekturzeichen werden insbesondere im Verlagswesen verwendet. Korrekturen werden hier gerne händisch im ausgedruckten Manuskript notiert – einmal im Text selbst und ein weiteres Mal am Rand wiederholt mit eventuellen Zusatzinformationen. Korrekturzeichen stellen ein runenartiges Zeichensystem dar, das sich formal in drei Gruppen ordnen lässt: Durchstreichungen, Markierungen und Unterstreichungen. Beim Ausführen der Korrekturen arbeiten wir uns vom Ende beginnend zum Anfang vor, um das Satzbild der Korrekturen zu erhalten. Einige der Korrekturzeichen sind doppelt codiert, mit zwei Funktionen belegt.

 

Markierungen

Die meisten Korrekturzeichen sind Markierungen. Diese Zeichen zeigen die zu korrigierende Stelle im Text an, ohne etwas durchzustreichen. Es handelt sich um Fehlendes, Wortdreher, Reihenfolge, Abstände.

afehlende Zeile

sWortdreher

bWortreihenfolge

ffehlender Wortzwischenraum

dneuer Absatz :: Doppelcodierung

AWortzwischenraum tilgen

AAAmehrere Wortzwischenräume tilgen

Dzu großer Weißraum

Fzu kleiner Weißraum

CKerning vergrößern

EKerning verkleinern

nZeilenabstand vergrößern

mZeilenabstand verkleinern

GAbsatz entfernen

IZeichentrennung korrigieren: Silbe in nächste Zeile

HZeichentrennung korrigieren: Silbe in vorhergehende Zeile

hlinksseitig Einzug einer Zeile fehlt

jdito rechtsseitig

klinksseitiger Einzug

ldito rechtsseitig

yEinzug einer Zeile linksseitig entfernen

xdito rechtsseitig

cEinzug mehrere Zeilen linksseitig entfernen

vdito rechtsseitig

gzuviel Trennungen in einem Absatz

dinhaltlich mißverständliche Trennungen :: Doppelcodierung

Durchstreichungen

Falsches oder Fehlendes wird im Text mit einem Zeichen durchgestrichen. Am Rand wird das Korrekturzeichen wiederholt gefolgt vom zu ersetzenden Zeichen.

qfalsches Zeichen oder Satzzeichen :: Doppelcodierung

qfehlendes Zeichen oder Satzzeichen :: Doppelcodierung

qwemehrere falsche / fehlende Zeichen in einer Zeile

qwrtmehrere falsche / fehlende Satzzeichen in einer Zeile

qwetrzmehr als drei falsche / fehlende Zeichen in einer Zeile

ifalsches Wort oder Zahl / Satz oder Passage tilgen

i o umehrere falsche Wörter in einer Zeile

pfalsche Trennungen an Umbruchstellen doppelt markiert

NBuchstabendreher

OLigatur

PLigaturauflösung

Unterstreichungen

Verschiedene Arten von Unterstreichungen von Wortteilen.

JWort oder Satzteil in falschem Schriftattribut, Schriftart,
ZZSchnitt, Größe, Sperrung, Kapitälchen, Versalien, Gemischsatz

MWort oder Satzteil in kursiver Schrift setzen

Lmehrere Wortattribute in einer Zeile oder einem Absatz ändern

KKorrekturanweisungen rückgängig machen

Tilgung

Für das Löschen von ein oder mehreren Zeichen gibt es ein spezielles Korrekturzeichen – die Tilde.

QLöschen von ein oder mehreren Zeichen

 

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Rauhsatz

Flattersatz, Blocksatz und Rauhsatz

Rauhsatz erzeugt im Vergleich zum Flattersatz oder Blocksatz den lebendigsten Satz. Die Lebendigkeit im Rauhsatz erzeugt sich nicht von selbst – wir helfen nach, um ein abwechslungsreiches Satzbild zu erhalten. Ein Satzbild frei von optisch ungewollten Treppen, Bäuchen und Hohlkehlen. Ähnlich einer bewußt zerzausten Frisur, die viel Arbeit macht, um zufällig zu wirken.

 

Zeilenumbruch, Absatzumbruch und Trennstrich

Bedingter Trennstrich  Cmd(Strg) + Shift + Minus
Geschütztes Leerzeichen  Alt + Cmd(Strg) + x

Bedingter Zeilenumbruch  Kein Tastaturkürzel voreingestellt
Absoluter Zeilenumbruch  Shift + Enter
Absatzumbruch  Enter

Wenn wir den Umbruch von Satz innerhalb eines Absatzes beeinflußen wollen, verwenden wir bevorzugt den bedingten Trennstrich oder das geschützte Leerzeichen. Wir vermeiden absolute Zeilenumbrüche. Wenn wir zusätzlichen Text im Absatz an beliebiger Stelle einfügen, werden bedingte Trennstriche automatisch entfernt – absolute Zeilenumbrüche erzeugen hingegen bleibende und ungewollte Lücken im Satz. Diese werden bei Mengensatz übersehen und landen schließlich im gedruckten Dokument.

Bedingter Trennstrich  Wird verwendet, um Wortgebilde bedingt in Wortteile zu trennen, um ein getrenntes Wort in die folgende Zeile bedingt zu umbrechen oder um ein getrenntes Wort in die vorhergehende Zeile zurückzuholen – je nachdem ob wir den bedingten Trennstrich ins Wortgebilde oder vors Wort setzen. Bedingte Trennung bedeutet, dass sie nicht dauerhaft ist und beim Verändern der Satzbreite sich wieder auflöst. Ein bedingter Trennstrich wirkt nur bei genügend Platz im Satz.

Geschütztes Leerzeichen  Verhindert den Umbruch zwischen zwei Wortteilen. Wird verwendet, um den Vornamen und Nachnamen in einer Zeile zusammen zu halten. Kann verwendet werden, um ein Wort in die nächste Zeile zu umbrechen, um den absoluten Zeilenumbruch zu verhindern oder wenn der bedingte Zeilenumbruch nicht hilft. Ein Umbruch mit einem Geschützen Leerzeichen erzeugt verhält sich bedingt und ist dadurch geeigneter als der der absolute Zeilenumbruch.

Bedingter Zeilenumbruch  Gibt an, wo eine Zeile umgebrochen werden soll, falls ein Zeilenumbruch erforderlich ist. Bedingt heißt, dass beim Ausführen nicht unbedingt etwas passiert. Dafür ist kein Tastaturkürzel voreingestellt. Einen bedingten Zeilenumbruch erzeugen wir über das Menü von Indesign mit Schrift > Umbruchzeichen einfügen > Bedingter Zeilenumbruch

Absoluter Zeilenumbruch  Eine neue Zeile innerhalb eines Absatz markieren wir mit einem absolutem Zeilenumbruch. Ein absoluter Zeilenumbruch bleibt auch dann bestehen, wenn wir die Satzkolumne breiter oder schmaler ziehen. Ein absoluter Zeilenumbruch erzeugt oft insbesondere im Blocksatz optische Lücken, die sich nicht mehr korrigieren lassen – außer durch Löschen des absoluten Zeilenumbruchs.

Absatzumbruch  Einen neuen Absatz markieren wir mit einem speziellem Steuerzeichen – dem Absatzumbruch. Dieser bleibt ebenfalls beim Verändern der Satzkolumne erhalten. Nach einem Absatzumbruch hört das Absatzformat auf zu wirken.

Ein-Zeilen-Setzer und Absatzsetzer

Nach welcher Logik Satz in einem Absatz umbrochen wird, hängt von den Voreinstellungen im Satzprogramm wie Indesign ab. Es gibt die traditionelle Logik des Ein-Zeilen-Setzers und den experimentellen Absatzsetzer in Indesign. QuarkXpress kennt dagegen nur den Ein-Zeilen-Setzer. Der Ein-Zeilen-Setzer verändert innerhalb eines Absatzes immer nur den Umbruch des Textes unterhalb der Textkorrekturstelle. Der Absatzsetzer verändert bei Textkorrekturen Umbrüche sowohl oberhalb als auch unterhalb der Texteingabe.

Der Absatzsetzer agiert automatisierend, um zu viele Trennzeichen zu vermeiden und den Raum innerhalb des ganzen Absatzes zu verteilen. Dieser Automatismus soll Typolaien den Umgang mit Umbruch vereinfachen – im Ergebnis ist er jedoch kaum kontrollierbar. Mit dem Ein-Zeilen-Setzer erhalten wir schneller bessere Ergebnisse. Der Absatzsetzer als Umbruchlogik ist jedoch in Indesign voreingestellt. Die Umbruchlogik können wir im Absatzformat festlegen, insbesondere im voreingestellten Absatzformat Einfacher Absatz, abgekürzt mit [Einf. Abs.]

Um dem Workflow der Korrekturzeichen aus der Verlagswelt zu folgen, brauchen wir ebenfalls den Ein-Zeilen-Setzer. Beim Übertragen der Korrekturzeichen ins digitale Dokument arbeiten wir uns vom Ende zum Beginn durch. Das Satzbild bleibt derart oberhalb der jeweilen Textkorrekturstelle erhalten und stimmt weiterhin mit dem analogen Ausdruck beim Ein-Zeilen-Setzer überein – nicht so beim Absatzsetzer: Hier verändert sich sofort der ganze Absatz im Umbruch.

 

Umbruchzone und Trennbereich

Wieviel Platz der Umbruch im Vergleich zur Gesamtbreite der Textkolumne einnimmt legen wir mit dem Trennbereich. Daraus entsteht eine Umbruchzone, die wir so justieren dass sie optisch nicht zu start jedoch deutlich genug ins Satzbild einschneidet. Den Trennbereich legen wir direkt im Absatzformat fest.

Der Trennbereich wird in Millimetern angegeben und ist standardmäßig auf 12.7 mm festgelegt. Der Trennbereich beeinflußt deutlich den Umbruch – nicht jede nummerische Veränderung zeigt sofortige Wirkung. Hier starten wir eine schrittweise Versuchsreihe.

Trennbereich festlegen  Fenster > Formate > Absatzformate > Silbentrennung > Trennbereich

Kerning durch Spationieren und Unterschneiden

Kerning erhöhen  Alt + Shift + Nach-rechts-Taste
alternativ  Alt + Nach-rechts-Taste

Kerning verringern  Alt + Shift + Nach-links-Taste
alternativ  Alt + Nach-links-Taste

Kerning 5fach erhöhen  Alt + Cmd(Strg) + Nach-rechts-Taste
Kerning 5fach verringern  Alt + Cmd(Strg) + Nach-rechts-Taste

Kerning zurücksetzen  Alt + Nach-oben-Taste

Der Umbruch innerhalb eines Absatz beeinflussen wir neben dem bedingtem Trennstrich durch Spationieren und Unterscheiden – zwischen einem Bereich von -15 bis +15 Einheiten hält das Satzbild noch stand ohne zu offensichtlich gedrängt oder gesperrt zu wirken. Dadurch schaffen wir Platz, um ein mögliches getrenntes Wort doch noch in einer Zeile unterzubringen.

Zunächst stellen wir die Genauigkeit des Kerning von 20/1000 Geviert auf 1/1000 Geviert um bei Voreinstellungen > Kerning / Laufweite. Um das Kerning eines Wortes zu verändern, markieren wir das ganze Wort. Mit Befehl + T blenden wir das Zeichenfenster ein und sehen, dass in der Voreinstellung das Kerning – mit dem Symbol A/V bezeichnet – auf 0 voreingestellt ist.

Neue Tastaturkürzel

Tastaturkürzel sind in Indesign in einer Textdatei hinterlegt. Dort können wir zum einen nachschlagen, welche Art von Tastaturkürzeln es überhaupt gibt, welche Befehle mit Tastaturkürzel hinterlegt sind, bestehende Tastaturkürzeln durch neue eigene ersetzen und Befehlen ohne Tastaturkürzel erst welche zuweisen.

Die Tabellen für Tastaturkürzel finden wir unter Bearbeiten > Tastaturbefehle > Voreinstellungen Satz > Textliste mit definierten Kürzeln für Automatisierung. Die Liste ist recht lang. Wir können die Liste mit Wahl + Befehl + a nach Stichworten durchsuchen zum Beispiel nach "Kerning / Laufweite". Angaben zu Kerning und Laufweite befinden sich am Tabellenende.

Trenn-Absurditäten

Beim Setzen lohnt es sich gelegentlich, zu lesen was für einen Inhalt wir setzen und vor allem wie wir diesen Inhalt und deren Wörter trennen. Der formale Automatismus, der sich unweigerlich beim Sezten einstellt, führt bisweilen zu inhaltlichen Stilblüten wie Staat-sex-amen statt Staats-examen, Urin-stinkt statt Ur-instinkt oder bein-halten statt be-inhalten.

 

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Semesteraufgabe

Recherche

Beginne zunächst mit einer Recherche zum klassischen Regelwerk der Typografie. Ziel sind 14 Crimes: Präsentiere jeweils eine Regel und deren Regelbruch auf einer Doppelseite. Plakativ, illustrativ, informativ – und überraschend sinnvoll und schön! Verfasse zusätzlich noch eine kurze Erläuterung, für welchen Zweck sich die gebrochene Regel einsetzen lässt.

Tipps zur Recherche

> Scanne die Fachliteratur selektiert nach der Fragestellung „Typoregeln“ – also nicht ganz lesen.
> Klopfe die Regeln und deren Bruch nach Vergleichen und Metaphern bildlicher Art ab, um daraus inhaltliche Aussagen abzuleiten.

 

Musterseiten – Technisches

Erstelle eine Musterdoppelseite – also für eine linke und eine rechte Seite – mit InDesign. Lege auf der Musterdoppelseite folgende Elemente an:

> Automatische Paginierung
> Zeichen- und Absatzvorlagen
> Grundlinienraster
> Satzspiegel
> 3-spaltiges Raster wovon eine Spalte eine Marginalspalte sein darf
> Rubriktitel

Layout – Anforderungen

> Für deine Recherche kannst du gemeinsam mit anderen Studierenden forschen und Inhalte austauschen. Willkommen sind Recherchen auch jenseits von Wikipedia, zum Beispiel aus der Fachliteratur!

> Verfasse deine Texte selbst – achte dabei auf korrekte Rechtschreibung.

> Setze deinen Entwurf selbstständig um: Nutze dazu das Layoutprogramm InDesign.

Photoshop ist nur für die Bildbearbeitung gestattet, also wenn du zusätzlich Fotos verwendest.

> Achte darauf, dass die Anmutung deiner Broschüre großzügig, ansprechend und informativ ist. Keine Kleinteiligkeiten!

> Format 220 mm hoch x 160 mm breit

> Farben Schwarz und Tonwerte, dazu eine Extrafarbe und deren Tonwerte oder nur Schwarz für Puristen

> Cover dem Innenlayout entsprechendem Raster und Anmutung.
Vor- und Rückcover:
U1 [Inhalt]: Thema / Name Student / Kursangaben / Typografische Illustration
U4 [Inhalt]: eine kurze, werbliche Zusammenfassung des Themas / Illustration

> Inhalt – mindestens 28 Seiten
Halte deine Texte möglichst knapp und auf den Punkt. Deine Broschüre soll sich durch ein hohes Maß an inszenierendem typografischen Anteil auszeichnen.
> Impressum mit Angaben der Quellen* / Verfasser / Kurs

> Inhaltsverzeichnis

> Abdruck der Musterseiten

> Selbstverfasster Text mit mindestens 2500 Anschlägen:
1 – Wozu Typoregeln gebraucht werden und wann sie eingesetzt Sinn machen.
2 – Welche Typoregel müsste noch erfunden werden und warum ?
Ergänze deinen Text mit einem Foto-Portrait von dir.

Dokument-Check

> Stimmt die Pagina und ist sie durchgängig ?
> Stimmen Rubriktitel, Kopfzeilen etcetera ?
> Stimmen die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis ?
> Stimmen die Seitenzahlen im Impressum ?
> Sind alle Korrekturen eingepflegt ?
> Ist das Dokument von unverwendeten Schriften, Bildern, Farben gereinigt ?
> Sitzt alles im Raster ?
> Sind die Grundlinien auf das Layout angepasst ?
> Sind leere Textboxen mit zugewiesener Stilvorlage auf der Musterseite ? > Leere Textboxen mit zugewiesener Stilvorlage und Musterseite ?
> Stammen alle Textboxen von der Musterseite und sind gelöst worden
  – und nicht nachträglich eingefügt worden ?
> Sind alle verwendeten Farben in CMYK ?
> Keine Farbwerte unter 10% ?
> Ist alles richtig und sinnvoll benannt ?
  Ebenen, Farben, Absatzformate, Zeichenformate
> Sind alle Bilder verknüpft und aktualisiert ?
> Liegen alle Bilder im Raster ?
> Bildauflösung 300 dpi mit Kette in Photoshop erzeugt ?
> Richtige Auflösung und nicht mehr als 100% skaliert ?
> Sind Schwarz-Weiß-Bilder in Grautönen ? > Liegt alles Randabfällige im Beschnitt ?
> Sind alle Schriften da ?
> Stimmen Schriftgröße, Schrittschnitte, Zeilenabstand ?
> Spationierung nicht mehr als +15 Gevierteinheiten ?
> Unterschneidung nicht weniger als -15 Gevierteinheiten ?
> Satzspiegel in Ordnung ? Flatter-, Rauh- oder Blocksatz korrekt gesetzt ? > Rauhsatz ausgeglichen ? Blocksatz ohne Löcher ?
> Absatzformate: Trennbereich und Adobe Ein-Zeilen-Setzer richtig ?
> Richtige Anwendung für Absatzformaten für Absätze ?
> Richtige Anwendung von Zeichenformate für Auszeichnungen ?
> Stimmen Abstände vor und nach Satzzeichen ?
> Sind doppelte Leerzeichen entfernt ? > Stimmen Trennungen ? Und ist die richtige Sprache eingestellt ?
> Sind Hurenkinder / Schusterjungen entfernt ? > Sind die Anführungszeichen einheitlich ? Entweder einfach oder doppelt
> Hat der Apostroph die richtige Form ?
> Alle Striche richtig ? Trenn-, Binde- und Gedankenstriche etcetera > Sind die Stilvorlagen konsequent angewendet worden ?
  Und sind Absatzstilvorlagen und Zeichenstilvorlagen unterschieden ?
> Sind Schreibweisen von Sonderzeichen wie %, & oder $ und deren Abstände einheitlich ? > Stimmen Punkte und Kommas in Zahlen
> Sind überflüssige Trennstriche, die durch absolute Trennungen entstanden sind, entfernt ?
> Sind alle Dokumente – also Schriften und Bilder – verpackt ? > Sind alle Dokumentordner richtig benannt ?
> Sind alle Bilder eindeutig benannt ?
> Sind die Bilder in TIFF-Format, notfalls JPG-Format ? Keine PNGs mehr ?
> Stimmt überall der PDF-Export ?
> Ist das Druck-PDF als Einzelseiten angelegt und enthält eine Beschnittzugabe ?

Termine

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Konzept
Inhaltliche Struktur / Scribbles anhand detailierten »Flatplan«

07 04 20 Dienstag – gruppe [1]
14 04 20 Dienstag – gruppe [2]

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Zwischenpräsentation
gesamtes Layout / Musterseite / Stilvorlagen / Inhaltsverzeichnis / Impressum
Als ausgedrucktes und beschnittenes Layout und am Rechner.
Die Zwischenpräsentation ist Bestandteil der Prüfung.

21 04 20 Dienstag – gruppe [1]
28 04 20 Dienstag – gruppe [2]

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Dummy
Besprechung von Dummy / 3 Covervarianten / Technischer Check

05 05 20 Dienstag – gruppe [1]
12 05 20 Dienstag – gruppe [2]

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Technischer Support

19 05 20 Dienstag – gruppe [1]
26 05 20 Dienstag – gruppe [2]

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Präsentation und Abgabe

16 06 20 Dienstag – alle zusammen

> Geheftete Broschüre
> Datenordner auf Sammelstick klar benannt: Vorname Nachname
> Druckfertige Daten / Offsetdruck! / PDF und offene Daten

Verspätet abgegebene Broschüren und Daten, oder nicht am 16 06 20 präsentierte, werden nicht bewertet, das heißt der Schein wird nicht vergeben!

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> Nachprüfungstermin

23 06 20 Dienstag – individuelle Nachbesprechung / 13h in meinem Büro


Literatur

Typografie Otl Aicher, H. Schmidt Mainz Verlag
Detailtypografie Ralf de Jong, Friedrich Forssmann, H. Schmidt Mainz Verlag
Mord am Wort Vom Kriminellen Umgang mit Sprache und Schrift, Dorsch / Härer, Niggli Verlag Sulgen
Never use more than two different typefaces and 50 other ridiculous typography rules bis Publishers Amsterdam
Never use white type on a black background and 50 other ridiculous design rules bis Publishers Amsterdam
Typoregeln von Weidemann, Tschichold, G.G.Lange, etcetera
Punkt, Komma & Co Hübener, Niggli Verlag Sulgen
Duden Duden Verlag Mannheim
Schriften Band I + III Tschichold / Bringmann & Bose, Berlin
Lesetypografie Ralf de Jong, Friedrich Forsmann, H. Schmidt Mainz Verlag
Read + Play Jean Ulysses Voelker, H. Schmidt Mainz Verlag

Links

»Sometimes it´s better than times new roman« Vincent Connares
 vimeo.com/1994310    never use comic sans

Thema – weitergedacht

Typografiedogmen der großen Meister gelten als unumstößlich: sie geben Anweisungen wie mit Schriften, mit Mikro- und Makrotypografie umgegangen werden soll.

> Gibt es aber nicht Fälle, bei denen die Brechung sinnvoll ist, um eine bestimmte Botschaft genau auf diese Weise zu übermitteln ? [Inhalt]
> Könnte diese Art und Weise nicht neue Stilmittel erzeugen ? [Form]
> zum Beispiel: kann man der Comic Sans durch eine neuartige, überraschende Gestaltung nicht ihren schlechten Ruf nehmen und ihr somit eine Renaissance bereiten ?

* Richtig zitieren

 scribbr.de/richtig-zitieren 
 wissenschaftliches-arbeiten.org/zitierregeln 
 Zitierleitfaden Hochschulbibliothek 

 

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Terminplan

Terminplan fürs Semester

Ziel ist Recherche, Konzept, Gestaltung, Herstellung und Präsentation einer gehefteten Broschüre zum Thema Regelbrüche in der Typografie.

 

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Gruppen

Gruppe 1

Sarah C.
Susan G.
Christin S.
Nicole S.
Esra U.
Anton W. Julian J.
Alexander B.
Till M.
Aaron G.
Chiara L.
Anna T.
Anton B.

Gruppe 2

Marlene B.
Sara N.
Mihail G.
Daniel K.
Cosima W.
Marlene F.
Marie-Luise P.
Isabella D.
Johanna K.
Teresa H.
Tamara S.
Emma K.

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